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Mitleid schwächt!

Vom Mitleid zum Mitgefühl

Kennst du das? Du fühlst dich für das Leid, den Schmerz oder das Schicksal deines Partners, eines Elternteils oder deines Kindes verantwortlich? Du versuchst, mit allen dir verfügbaren Mitteln, die Situation für dein Gegenüber leichter zu machen?

 

Hier kann es geschehen, dass, wenn deine eigenen Grenzen nicht stark genug sind, du deinen Raum für den anderen öffnest bzw. mit den besten Absichten in den Raum des anderen "einmarschierst". Du möchtest dann dort, aus einem vermeintlichen Zuständigkeitsgefühl heraus, dem anderen seine Probleme lösen. Am Ende hast du Mitleid mit deinem Gegenüber. Und das bringt euch beide nicht weiter.

 

 

Schiffbrüchiges Boot ohne Kapitän gerät in Seenot

Du versuchst dann, sein seeuntaugliches Schiff zu navigieren um einen sicheren Hafen zu erreichen. <fett> Diesen sicheren Hafen gibt es nicht, solange du Kapitän auf einem fremden Boot bist! Dein eigenes Schiff erleidet Schiffbruch, während das fremde Boot fremdbestimmt unter falscher Flagge in falsche Richtungen treibt.

 

Am Ende hast du dich aufgeopfert, deine ganze Energie und Aufmerksamkeit dem anderen gewidmet - mit dem Erfolg, dass es kein happy end gibt. Wer zu viel gibt, hat in der Regel große Erwartungen - und diese bleiben unbeantwortet, die Dankbarkeit bleibt aus. Eine bittere, doch heilsame Erkenntnis, wenn man angesichts zweier schiffbrüchiger Schiffe erkennt, dass man die Verbindung zum eigenen Raum verloren hat und mit sich nichts mehr anfangen kann.

Dank der Integralen Selbstverbindung machst du dein eigenes Schiff seetüchtig und steuerst mit richtigem Kurs geradewegs in deinen sicheren Hafen. Werde Kapitän auf deinem eigenen Boot. Nutze dein kostenloses Infogespräch!

 

Du verdienst dir keine Lorbeeren! Es ist keine Lösung, dein Gegenüber zu retten

Doch warum kann es keine Lösung sein, dein Gegenüber zu retten? In dem Moment, wo du dich zugunsten des Anderen aufgibst, mischst du dich in fremde Angelegenheiten ein.  Auf seelischer Ebene ist dies eine Anmaßung. Du verlierst den Respekt vor dem anderen, kannst seine Kraft und seine Würde nicht mehr sehen. Daher erscheint er dir schwach und unfähig, mit seinem Schicksal aus eigener innerer Stärke heraus klar zu kommen. Du siehst nur noch das Schwere, das Leid und die Not in ihm. Deine Augen sind blind für die Ressourcen, die er mitbringt, sein Schicksal anzunehmen und zu verwandeln. Anstatt ihm zu helfen, daran zu wachsen, nimmst du ihm die Kraft.

Mitleid schwächt und entmachtet dein Gegenüber

Tatsächlich zeigt sich, wie sehr der Mensch durch die überfürsorgliche Haltung des Gegenübers entmachtet und eingeengt wird. Ihm wird förmlich die Luft zum Atmen genommen. Dann traust du ihm nichts mehr zu und hast Mitleid mit ihm. Womöglich machst du ihm stillschweigend oder auch lauthals Vorwürfe, denn er steht dir ja nicht mehr als ebenbürtiges Gegenüber zur Verfügung.

 

Auf den ersten Blick hat der andere das Problem

Das Problem scheint nur beim anderen zu liegen. Näher betrachtet bist du selbst genauso mit beteiligt am Scheitern der Beziehung. In dem Moment, wo du dich wieder dir selbst zuwendest und die scheinbar ehrenhafte Aufgabe sein lässt, für den Anderen mit all deiner Energie und Seelenkraft (inklusive deinem vermeintlichen Wissen, was gut für ihn ist) da zu sein, wird deutlich, wie leicht oder schwer es dir fällt, mit dir selbst zu sein. Und das ist deine eigentliche Aufgabe.

 

Ein echter Ratgeber, Freund und Unterstützer ist ganz bei sich

Wenn du bei dir bist, kannst du für den Anderen echter Ratgeber, Freund und Unterstützer sein. Deine Hilfe ist dann Hilfe zur Selbsthilfe - du wirst dann nicht zur Prothese des anderen. Anstelle des Mitleids kann echtes Mitgefühl treten. Der Andere fühlt sich nicht als Versager, sondern fühlst sich in seiner Not von dir wahrgenommen. Gleichzeitig erfährt er Vertrauen in seine Kräfte. Genau das ist die Voraussetzung für das Überwinden von Konflikten und Schicksalsschlägen.

 

Dein Job ist nicht, seelische Prothese für andere zu sein

Es gibt den Spruch: "Wenn es dir schlecht geht, suche dir jemanden, dem es noch schlechter geht." Darin besteht die Gefahr, eine "leere Fülle" zu erzeugen, wie die chinesische Medizin diesen Zustand beschreiben würde. Denn wer zu symbiotischen Beziehungsgeflechten neigt, wird Gefahr laufen, das eigene Mangelgefühl durch die scheinbare Wichtigkeit, die man als seelische Prothese für jemand anderen erfährt, zu überdecken. Dein Job ist es niemals, seelische Prothese für andere zu sein. Dein Job ist es, für dich selbst zu sorgen und dir zu helfen, erhobenen Hauptes und auf eigenen Füßen durch dein Leben zu schreiten.

Nimm dir also einen Moment Zeit, denke über die Motive deiner Beziehungen nach und frage dich: Bist du tatsächlich Kapitän auf deinem eigenen Boot?

 

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